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Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben

Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben

Eine Biographie | Aus bislang unbekannten Quellen und mit exklusivem Bildmaterial | Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2025 | Sandra Richter

Hardcover
2025 Insel Verlag
Auflage: 4. Auflage
478 Seiten; Mit zahlreichen Abbildungen; 21.8 cm x 14.4 cm
ISBN: 978-3-458-64482-8

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Hauptbeschreibung


Offen sein und schreiben, mehr wollte Rilke nicht: ein bescheidener und zugleich anspruchsvoller Wunsch. Als Autor erfuhr er »das ganze Leben [...], als ob es mit allen seinen Möglichkeiten mitten durch ihn durchginge«. Allerdings auch mit all seinen Widersprüchen: Rilke floh vor seinen Musen und konnte ohne sie nicht sein, beklagte die Folgen des menschengemachten Fortschritts und begeisterte sich für die Technik, er liebte das einfache Leben und hatte eine ausgeprägte Vorliebe für schöne Dinge und Wohnsitze. Er schuf mit den
Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
einen der ersten modernen Romane und epochemachende Gedichtzyklen, deren Ausdruckskraft bis heute nachwirkt.




Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin und Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, arbeitet mit neuen Quellen, die mit Ankauf des großen Rilke-Archivs 2022 nach Marbach gelangt sind. In ihrer Biographie erscheint der Autor in neuem Licht: Nicht der weltabgewandte Einsiedler, zu dem er sich gern stilisierte, sondern robust, durchsetzungsfähig, alert in Gesellschaft, heiter und selbstironisch und in Finanzdingen beschlagener, als man gemeinhin annimmt. Diese Biographie macht deutlich, warum es sich heute in besonderer Weise lohnt, Rilke wieder zu lesen: Er lebte in schwierigen Zeiten, und er verarbeitete sie mit einer Wucht, die vielleicht nur im Angesicht existenzieller Bedrohung glaubhaft wirkt.





Sandra Richter, geboren 1973 in Kassel, seit Oktober 2025 Professorin für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg, seit 2019 Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Sie veröffentlichte außerdem
Eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur
(2017). Im Literaturmuseum der Moderne in Marbach ist bis Januar 2027 die Ausstellung
Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten
zu sehen.



In Rilkes Kosmos


Das Mädchen René


Behütete Jahre 1875-1882


Müttersöhnchen


Erziehung zur Vorfreude 1875-1926


Der Vater und sein verlorener Sohn


Aufstiegsphantasien 1887-1891


Slawophiler Debütant im deutsch-böhmischen Prag


Wilde Jahre 1893-1896


René wird Rainer


Blumenkinder in Wolfratshausen 1897


Sehen lernen mit Clara Westhoff


In der Künstlerkolonie Worpswede 1900


Der Weiße Hirsch


Flitterwochen im Sanatorium 1901


Babylon Paris


Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge


1902-1910


Die kleine Mücke im nordischen Utopia


Unter schwedischen Bildungsreformern 1904


Kein Postbüro im Walfischbauch


Ruth und der »verlorene Vater« 1901-1926


Durchbruch mit blutender Nase


Auftrittsangst und Sprechmaschine


»Voll Erwartung und froh«


Unerwarteter Abschied von Auguste Rodin 1906


Im selben Käfig


Nähe und Distanz zum »Prager Kreis« (Max Brod,


Franz Werfel und Franz Kafka)


Schreiben als Selbsttherapie


Der Hysteriker als Seelenarzt 1911/12


»Will ich dich besser lieben nach dem Tod«


Griechische Landschaften auf Anacapri 1906/7


Ich ist eine »Übertreibung«


Orientalische Wende in Ägypten? 1910/11


Zwei Künstler auf dem Scheiterhaufen


Mit Eleonora Duse in Venedig 1912


»Dottore Serafico«


Séance mit der Planchette und die Geisterfahrt


nach Spanien 1912


»Sparen, sparen, sparen!«


Das Werk des verlegerischen »Hausvaters«


Das Erfolgsbuch


Ein geschäftstüchtiger Cornet 1912-1926


»Offene Hand« oder »offenes Leben«?


Georg Simmel und Alfred Schuler als Lehrer


»Pegasus im Joch«


Kampf um die Freistellung vom Kriegsdienst.


München, Wien 1915/16


»Neue Zeit, Zukunft, endlich!«


Räterepublik München 1918/19


»Bücher, Bücher, Bücher«


Rückkehr in die Zivilisation aus der Bibliothek


von Soglio 1919


Schreibstoff durch Liebesentzug


Baladine Klossowska als Muse 1919-1926


Das Spukschloss im Wallis


Wie das große Werk in Muzot entstand 1921/22


Fünfzig Rosen für den Garten


Selbstsorge und ökologisches Bewusstsein 1922-1926


Hat Rilke sich selbst vergiftet?


Odyssee in den Tod


Gegen den »deutschen Typus«


des weltabgewandten Dichters


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